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Einführungswoche in Hattingen (Teil 2)

Unsere Einführungswoche in Hattingen (Teil 2)

Hello, hier folgt nun der zweite Teil von meinem Bericht über unser kleines "Hattingen-Abenteuer":

Mit einem steifen Nacken und Augenringen bis zu den Knien fing der nächste Morgen an. Obwohl wir viel zu spät ins Bett gegangen sind und etwas zu früh wach waren, begaben wir uns dennoch zum Frühstück. Wir waren, obwohl wir bereits wussten, wie das Programm für den Tag aussieht, gespannt darauf, wie es wirklich sein würde. Nach dem Frühstück trafen wir in unserem Tagungsraum auf unsere Teamer. Es handelte sich bei unseren Teamern, also bei unseren Teamleitern, um zwei nette Damen, die viel Erfahrung in Sachen Teambuilding haben und sich ebenfalls für uns ein gutes Programm ausgedacht hatten. Die eine Teamleiterin ist auf Teambuilding-Übungen im Freien spezialisiert, die andere ist besonders geschickt im Umgang mit der Theorie, da sie uns selbst sehr trockenen Stoff interessant und lustig vermitteln konnte. Es ging an diesem Tag, der übrigens verdammt lang war, besonders um Kommunikation und Gesprächsführung. Doch ´lang´ soll in diesem Fall nicht abwertend klingen. Es waren einfach so unfassbar viele Übungen und Aktivitäten, die wir gemacht haben. Ich war selbst total erstaunt, in welch banalen und alltäglichen Situationen es besonders auf Kommunikation ankommt. Da man bekanntermaßen ,,nicht nicht kommunizieren“ kann, bekamen wir sehr hilfreiche Tipps und Tricks mit an die Hand.

Doch was haben wir eigentlich gemacht?

Gemeinsam haben wir die Grundmerkmale der Kommunikation besprochen und erlernt wie man ein Gespräch gezielt vorbereiten kann. Und das alles durch kurze, lustige Spielchen, Gruppen- oder Partnerübungen. Draußen auf dem Gelände wurde derweil ein Niedrigseilgarten aufgebaut, der für uns als Team eine ganz besondere Herausforderung darstellen sollte. Die Aufgabe war es, alle Teilnehmer von Anfang bis Ende durch den Parcours zu bringen. Auch hier wieder: Wer denkt, das wäre eine einfache Aufgabe, der stand noch nie alleine auf einer Slackline. Einige Regeln und Vorgaben erschwerten uns zudem diese Aufgabe. Doch wir probierten vieles aus bis wir eine ausgeklügelte Idee hatten und diese dann erfolgreich umsetzen konnten. Nach einer Weile schafften wir es, unter Einhaltung aller Regeln und Vorgaben, das Ziel zu erreichen. Stolz, Erleichterung, Freude und Hunger waren dann die Gefühle, die sich bei uns breit machten.

Nach der Mittagspause ging es weiter. Wir reflektierten, was wir zuvor gelernt haben und wendeten es direkt an. Nach einigen weiteren Übungen ging es wieder nach draußen. Diesmal an die Kletterwand. Dort bildeten wir Gruppen, da wir uns selbst gegenseitig absichern mussten.

Das hat allen eine Menge Spaß gemacht und durch die gegenseitige Motivation sprangen sogar einige über ihren Schatten und trauten sich nach ganz oben.

Das Programm dieses Tages näherte sich danach auch langsam dem Ende.

Der Abend verlief ähnlich wie der zuvor. Abendessen, Pool, Sauna und Disco rundeten den Tag ab. 

Tag 3

Die langen Tage und Nächte waren allen ins Gesicht geschrieben, doch davon ließ sich keiner beeindrucken. Am letzten Tag ging es nämlich auf Schnitzeljagd, genauer gesagt auf eine GPS-Rallye. Vier Teams spielten dabei gegeneinander. Jedes Team hatte ein GPS-Gerät und einen bescheuerten, selbst ausgedachten Namen. Bei der GPS-Rallye ging es darum, einen Begriff an einem bestimmten Ort, den es durch das Gerät herauszufinden gab, zu ermitteln und diesen dann per WhatsApp an unsere Teamer zu schicken. Daraufhin wurde uns eine Aufgabe gegeben, die es zu erledigen galt, bevor man die nächsten Koordinaten bekam. Die Aufgaben waren echt lustig. Standbilder erstellen, ein Gedicht schreiben oder einen Werbespot für den Flughafen drehen. Jeder ist auf seine Kosten gekommen und sogar unsere Ausbilder haben die Aufgaben über sich ergehen lassen.

Nach der GPS-Rallye, die einige Zeit gedauert hat, kam das Ende unserer Fahrt in großen Schritten auf uns zu. Nach der Feedbackrunde war es schon fast soweit.

Doch eine Sache stand noch aus. Die Stange…

Wir wendeten unser erlerntes Wissen an, nutzten die Erfahrung, die wir in den letzten Tagen gesammelt haben und entwickelten ein vielversprechendes Konzept. Nach ein paar Anlaufversuchen dann die große Begeisterung. Die Stange wurde nur durch unsere Zeigefinger auf Schulterhöhe gehoben. Alle arbeiteten dabei Hand in Hand. Die schwerste Herausforderung konnten wir damit nun auch meistern. 

Fazit

Ob es daran lag, dass wir in den letzten Tagen so viel Zeit miteinander verbracht haben und wir deshalb sensibilisiert waren für das, was der Partner neben uns tut oder weil wir gelernt haben, wie zielführende Kommunikation funktioniert und hilfreich ist? Ich weiß es nicht genau. Ich kann nur sagen, dass es ein tolles Gefühl war diese Aufgabe nach all den Anfangsproblemen zu meistern.

Fakt ist: Wir haben nicht nur viele wichtige Informationen mit auf den Weg bekommen, die uns sowohl im Berufsleben als auch im normalen Alltag weiterbringen, sondern uns wurde die Chance gegeben, unsere Arbeitskollegen und Ausbilder von einer vollkommen anderen Seite kennenzulernen. Das ganze schweißt zusammen und baut sogar Freundschaften auf.

Hattingen war für mich bisher das schönste Erlebnis am Flughafen und wird sich so schnell wahrscheinlich auch nicht ändern. Ach, und kostenlos war das Ganze für uns auch.

Der Autor

Daniel Matusiak

Daniel M. ist 19 Jahre alt und absolviert im ersten Lehrjahr am Airport eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. 

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