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Die Energieversorgung vom Düsseldorfer Flughafen auf einen Blick

01. Januar 2017

Die Energieversorgung vom Düsseldorfer Flughafen auf einen Blick

Die Energieversorgung zählt zu den Vitalfunktionen eines Flughafens. Die Netzkonzeption am Düsseldorfer Airport berücksichtigt daher eine größtmögliche Ausfallsicherheit: 52 Notstromgeneratoren übernehmen bei einem Ausfall des Hauptnetzes große Teile der Versorgungsleistung und ermöglichen eine geordnete Rückführung des Betriebs. Zusätzlich werden sicherheitsrelevante Einrichtungen wie die Flughafenfeuerwehr oder die Start- und Landebahn über „unterbrechungsfreie Stromversorgungen“ abgesichert. Außerdem verfügt das Stromnetz am Airport über mehrstufige Rückfallebenen, die eine hohe Betriebssicherheit gewährleisten.

Ein Baustein der Energieversorgung des Düsseldorfer Flughafens ist eine 110kV-Umspannstation auf dem Airportgelände. Sie verfügt über modernste Technik und höchste Sicherheitsstandards sowohl im Hinblick auf Betriebs- als auch auf Sabotagesicherheit. Von der Umspannstation wird der Strom über mehrere getrennte Ringleitungen über den gesamten Flughafen verteilt.

Netzaufbau

Normalnetz:                           2 getrennte Haupteinspeisungen mit 110 kV

120 km Kabelstrecke mit 10.000 Volt

Umspannstationen:                2 Transformatoren
(110.000 Volt : 10.000 Volt)

Unterstationen:                       60 Stationen (10.000 Volt) übernehmen die Versorgung aller Verbraucher am Airport

Sicherheit     

-          prioritäre Versorgung durch vorgelagerten Netzbetreiber

-          mehrere Rückfallebenen

-          rechnergestützte Netzüberwachung

-          Leitzentrale im 24h-Betrieb

-          Direktverbindungen zu Feuerwehr und vorgelagertem Netzbetreiber

-          erhöhte Versorgungssicherheit durch Ringversorgung aller Stationen

-          52 Notstromgeneratoren stellen bei Normalnetzausfall innerhalb von 15 Sekunden die Versorgung sicherheitsrelevanter Anlagen sicher

-          unmittelbar „unterbrechungsfreie Stromversorgung“ sicherheits-relevanter Einrichtungen (beispielsweise: Start- und Landebahnen, Flughafenfeuerwehr)

Umspannstation

Versorgung:                           2 getrennte Haupteinspeisungen

Einspeisung:                           110.000 Volt (110 kV)

Verteilspannung:                    10.000 Volt (10 kV)

Anschlussleistung:                 2 x 40 Megawatt (MW)

Inbetriebnahme:                     März 2001

Investitionsvolumen:              20 Millionen Euro

Netzleittechnik

-          rechnergestützte Netzüberwachung

-          rechnergestützte Fehlerquellenidentifizierung: Jede Störung in der Energieversorgung des gesamten Flughafengeländes kann innerhalb von kurzer Zeit lokalisiert werden.

-          Nutzen von Energiesparpotenzialen durch Einsatz moderner Gebäudeleittechnik: „Intelligentes Licht- und Energiemanagement“ steuert bedarfsgerecht, nicht benötigte elektrische Verbraucher werden abgeschaltet.

Energiebedarf

Benötigte Versorgungsleistung:         25 Megawatt (MW)

Garantierte Versorgungsleistung:      40 MW

Reserveleistung:                                15 MW

Blockheizkraftwerke

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit zwei Modulen erweitert seit Februar 2010 das alte Heizwerk an der Frachtstraße. Mit der erhöhten Wärmeproduktion von 15,5 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr kann der gesamte Bedarf des Airports gedeckt werden. Der wesentliche Unterschied zu dem ursprünglichen Heizwerk besteht darin, dass ein BHKW neben Wärme auch Strom erzeugt. Die Leistung liegt bei fast zwei Megawatt. So können rund 15.000.000 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr erzeugt werden.

Versorgungsleistung:                         999 kW je Block

Jährliche Stromproduktion:               ca. 15.000.000 kWh

Einspeisung ins eigene 10kV-Netz:   100 %

Kraftstoff:                                           Erdgas

Betriebsart:                                        wärmegeführt

Winterbetrieb:                                    Rücklaufanhebung

Sommerbetrieb:                                 Vollversorgung

CO2-Ersparnis:                                  rund 9.500 Tonnen pro Jahr

Ein zweites Blockheizkraftwerk (BHKW) wurde im Dezember 2013 in Betrieb genommen. Es handelt sich hier um ein sogenanntes „Kälte-BHKW“, das heißt Wärme wird in der Absorptionskälteanlage (AKM) in Kälte umgewandelt und anschließend im Terminal verteilt. Die Leistungsstärke gleicht dabei dem ersten Blockheizkraftwerk.

Versorgungsleistung:                         999 kW je Block

Jährliche Stromproduktion:               ca. 15.000.000 kWh

Einspeisung ins eigene 10kV-Netz:   100 %

Kraftstoff:                                           Erdgas

Betriebsart:                                        wärmegeführt

Winterbetrieb:                                    Rücklaufanhebung

Sommerbetrieb:                                 Vollversorgung

CO2-Ersparnis:                                  rund 9.500 Tonnen pro Jahr


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