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Basisinfo Umweltschutz 2019

18. Juni 2019

Umweltschutz am Düsseldorfer Airport

Zu Recht wird von Unternehmen heute umweltverantwortliches Handeln verlangt. Das gilt in besonderem Maße für Flughäfen. Die täglich rund 580 Starts und Landungen am Düsseldorfer Flughafen erfordern eine leistungsfähige Infrastruktur, ein modernes, auch in Umweltfragen kompetentes Betriebsmanagement und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen. Der Schutz der Umwelt ist für den Flughafen ein Prozess, den er stetig weiterentwickelt. Neben den Schwerpunkten Lärmschutz und Luftqualität gibt es weitere Bereiche, bei denen der Umweltschutz von besonderer Bedeutung ist.

Gewässerschutz: Rund 120 Kilometer langes Entwässerungsnetz

Um das Grundwasser und den unter dem Flughafengelände fließenden Kittelbach vor Verunreinigungen zu schützen, behandelt der Düsseldorfer Airport den Gewässerschutz mit besonderer Sorgfalt. Das von der Flughafen-gesellschaft betriebene Entwässerungssystem umfasst ein rund 120 Kilometer langes Kanalnetz mit circa 3.600 Schachtbauwerken, Regenklär- und

-rückhaltebecken, Pumpstationen und Abscheideranlagen sowie eine Fäkalienannahmestation für die Abwässer aus Fluggeräten. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben wird der Zustand der Entwässerungsleitungen und Schachtbauwerke regelmäßig mittels optischer Inspektion kontrolliert. Schadstellen werden nach Größe und Umfang bewertet,  klassifiziert und in ein Sanierungskonzept eingearbeitet. Entsprechend der Priorisierung der Schäden ist eine kontinuierliche Instandsetzung des Entwässerungssystems gewährleistet. Alle das Entwässerungsnetz betreffenden Daten werden mittels eines geographischen Informationssystems bearbeitet und verwaltet.

Auf den befestigten Flächen im öffentlichen Bereich anfallendes Niederschlagswasser wird in das städtische Kanalnetz eingeleitet.

Das auf den Vorfeldflächen sowie den Start- und Landebahnen anfallende Niederschlagswasser wird über entsprechende Behandlungsanlagen in den Kittelbach eingeleitet.

Bei Einsatz von Flugzeug- oder Flächenenteisung wird die Qualität des abfließenden Niederschlagswasser überwacht. Gemessen wird dabei kontinuierlich der so genannte TOC-Gehalt (Total-Organic-Carbon). Das sogenannte Winterabwasser wird zur weitergehenden Reinigung zur städtischen Abwasserbehandlungsanlage gefördert, wodurch ein umfassender Schutz des Kittelbachs gewährleistet wird.

Sämtliches auf dem Flughafen Düsseldorf anfallendes Schmutzwasser fließt in das städtische Kanalnetz. Speziell belastete Abwasserteilströme, insbesondere aus den Küchen-, Restaurant- oder Werkstattbereichen, werden vor der Einleitung vorbehandelt. Die Qualität des Abwassers aus diversen Teilströmen wird durch die FDG regelmäßig überwacht.

Auch die Flughafenfeuerwehr ist dank eines speziellen Umwelteinsatz-fahrzeuges bestens für den Gewässerschutz gerüstet. Das Fahrzeug verfügt unter anderem über Ölbindemittel, Absperrmaterialien, Pumpen und Behälter zur Aufnahme von flüssigen und festen Stoffen.

Natur- und Landschaftsschutz

Die kontinuierlichen Bautätigkeiten am Airport haben zum Teil Veränderungen in der Landschaft zur Folge gehabt. Die damit verbundenen Bodenversiegelungen müssen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Der Gesetzgeber sieht für die Kompensation eine genaue Regelung vor, die im „Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen“ verankert ist. Als eines der ersten Düsseldorfer Unternehmen richtete die Flughafen Düsseldorf GmbH ein Ökokonto ein, das in Verbindung mit der Unteren Landschaftsbehörde der Stadtverwaltung Düsseldorf verwaltet wird. Dieses Konto umfasst Flächen auf dem Flughafengelände, in Düsseldorf und im Kreis Mettmann, die der Flughafen gekauft beziehungsweise gepachtet hat, um sie ökologisch aufzuwerten. Insgesamt hat der Düsseldorfer Flughafen auf 311.000 Quadratmetern Flächen durch das Anlegen von Aufforstungs- und Feldgehölzpflanzungen, Sukzessionsflächen, Obst- und extensiven Wiesen sowie Feuchtmulden und Renaturierungs­maßnahmen an Gewässern ökologisch aufgewertet.

So hat der Airport zum Beispiel auf einer Ausgleichsfläche östlich des Düsseldorfer Stadtteils Zeppenheim eine ökologisch hochwertige Fläche durch das Anlegen einer extensiven Wiesenfläche und die Anpflanzung von Feldgehölzhecken und Obstbäumen entwickelt. Der dort gelegene, ehemals kanalisierte Schwarzbach wurde auf einer Länge von etwa 200 Metern renaturiert und ist inzwischen zu einem vollwertigen Biotop mit Feuchtmulden und Überschwemmungs­bereichen geworden. Die Uferflächen haben sich in den vergangenen Vegetationsperioden von selbst mit wasser- und feuchtigkeitsliebenden Pflanzen begrünt. Die Gewächse bilden eine artenreiche Lebensgemeinschaft, die auch vielen Tieren einen Lebensraum bietet.

Auf dem betriebseigenen Gelände wird durch kleinflächige Begrünungsmaßnahmen die vorhandene Bebauung aufgelockert. Durch das konsequente Anlegen von Straßenbegleitgrün konnte trotz dichter Flächenversiegelung eine durchgängig vernetzte Begrünung in westöstlicher Richtung erzielt werden. So wurden zum Beispiel auf der als Parkplatz genutzten Freifläche vor der Halle 7 und den angrenzenden Nebenflächen insgesamt 150 Bäume und Strauchgehölze gepflanzt.

Abfallmanagement, Bodenmanagement

Als Abfallerzeuger setzt der Flughafen die strengen Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie nachgeregelter Verordnungen um, nach denen Abfälle erstens vermieden, zweitens verwertet und drittens ordnungsgemäß und schadlos beseitigt werden müssen. Im Rahmen des Abfallmanagements prüft der Airport kontinuierlich, ob er Abfall weiter reduzieren oder die Verwertungsquote über geeignete Entsorgungswege und Anlagen steigern kann. Derzeit liegt die Verwertungsquote für die Abfälle aus den Terminal- und Vorfeldbereichen bei 80%.

Jährlich fallen am Flughafen rund 70 verschiedene Abfallarten an. Dazu zählen Abfälle wie zum Beispiel Verpackungsabfälle wie Papier und Kunststoff, aber auch Schadstoffe wie ölhaltige Betriebsmittel, Batterien, Farben und Lacke. Alle Abfallströme werden erfasst und überwacht. Die Entsorgungen werden in Abstimmung mit den Behörden vorgenommen.

Trennsysteme in der Airportzentrale und im Terminal sind für den Düsseldorfer Flughafen eine Selbstverständlichkeit. Auf dem Vorfeld sind insgesamt 25 Abfallstationen mit für den Standort angepassten Trennsystemen vorhanden. Bei der Flugzeuginnenreinigung sammeln und trennen die Reinigungskräfte Papier und Restmüll.

Bei den zahlreichen Baustellen am Flughafen Düsseldorf fallen zudem große Massen an Bodenaushub und Bauschutt an. Diese Aushubmassen werden im Vorfeld der Maßnahmen erkundet und analysiert. Der Flughafen ist bestrebt, Bodenmassen soweit es geht auf dem Gelände wieder zu verwerten. Ein großer Teil der Massen wird bei den Baumaßnahmen nach Möglichkeit direkt wieder verwertet. Über 26.000 t wurden in den letzten Jahren zusätzlich auf dem Flughafengelände bereitgestellt und bei nachfolgend anstehenden Baumaßnahmen verwertet, anstatt neues Aushubmaterial zu verwenden. Im letzten Jahr wurden ca. 49.000 t Bodenaushub extern entsorgt. Es wurde eine Verwertungsquote von 78 % erreicht.

 

Europäisches Gütesiegel: CO-Zertifizierung im freiwilligen Klimaschutz

NRWs größter Airport wurde im Dezember 2011 für sein ökologisches Engagement zur Reduzierung der CO₂-Emissionen aus dem Flughafenbetrieb mit der ersten Stufe des renommierten Gütesiegels „Airport-Carbon-Accreditation“ (ACA) offiziell zertifiziert. Anfang 2017 wurde ihm für das Betrachtungsjahr 2015 erstmalig das dritte Level (Optimization) von insgesamt vier Stufen des Klimaschutzprogramms attestiert. Inzwischen wurde die dritte Stufe schon drei Mal in Folge erreicht.

Zur Erreichung des ACA Zertifikats wurde am Flughafen ein Reduktionsziel festgelegt, ein sogenanntes CO₂-Senior Board gebildet, das sich für sämtliche Fragen rund um das Thema „Klimaschutz“ verantwortlich zeichnet, sowie die Stakeholder am Flughafen in die Maßnahmen zur Einsparung eingebunden. Sämtliche CO₂-Emissionen werden kontinuierlich nachgehalten, neue Investitionen noch stärker im Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft und die gesamte Belegschaft für den Umweltschutz zum Beispiel mit regelmäßigen Energiespartipps sensibilisiert. Zusätzlich wurden Mitarbeiter zu Umwelt-Scouts geschult, die den Gedanken des Umweltschutzes ins Unternehmen tragen und Einsparpotenziale erfassen und umsetzen.

Die vom Flughafen Düsseldorf direkt beeinflussbaren Emissionen lagen für 2017 jährlich bei etwa 47.000 Tonnen. Um die Einsparungen transparent und nachvollziehbar zu machen, wird jährlich ein CO₂-Inventar („Footprint“) erstellt. In Ergänzung zu der fortlaufenden Erfassung der Emissionen wurde in 2018 erstmal ein absolutes CO₂-Reduktionsziel festgelegt. Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß um 35% gesenkt werden im Vergleich zu den Basiszahlen des Jahres 2010. Das bedeutet dann eine jährliche CO2 Emission von maximal 38.500 Tonnen.

Das für 2020 gesetzte relative Reduktionsziel von 2,55 kg CO2 / Verkehrseinheit wurde bereits im Jahre 2017 unterschritten. Das neu festgelegte relative Reduktionsziel für 2030 wurde mit 1,3 kg CO2 je Verkehrseinheit noch deutlich höher gesteckt.

Diese Werte und die hierzu erforderlichen Abläufe, Verfahren und Ermittlungsmethoden wurden von einem unabhängigen und von der Deutschen Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft anerkannten Umweltgutachter, der Müller-BBM GmbH, verifiziert und validiert.

„Airport-Carbon-Accreditation“ ist ein speziell für Flughäfen entwickeltes System zur Erfassung von Treibhausgasemissionen, mit einer unabhängigen Überprüfung der errechneten CO₂-Fußabdrücke sowie der Festlegung von Reduktionszielen. Das regelmäßige Zertifizierungs-Programm genießt weltweit hohe Anerkennung. Es erfordert laufendes ökologisches Engagement und kontinuierliche Verbesserungen.

Hinweis an die Redaktionen: Weitere Informationen zum Thema Umweltschutz haben wir auch in unseren Basisinformationen „Maßnahmen des Düsseldorfer Flughafens zum Schutz vor Fluglärm und Luftverschmutzung“ und „ Grüne Energie am Flughafen Düsseldorf“ zusammengestellt, die wir Ihnen gerne zusenden. Haben Sie Interesse an Bildmaterial zum Thema? Oder möchten Sie den Umweltreport des Flughafens haben? Beides stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schicken Sie einfach eine Mail an medienservice@dus.com oder rufen Sie uns an unter Tel. 0049 (0)211-421-50 000.

Bei Rückfragen steht Ihnen das Team der Unternehmenskommunikation (Tel: +49 (0)211 421-50000, E-Mail: mediencenter@dus.com) zur Verfügung.

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